Abendmahlmedaillen

Was sind Abendmahlmedaillen (oder Abendmahlszugangsmünzen)

 Ehe man das Abendmahl feiern konnte, waren die Gläubigen verpflichtet sich selber zu prüfen und Sühne zu suchen, damit sie die Sakramente würdig empfangen konnten. Ein Gespräch mit dem Pfarrer oder ein Besuch eines speziellen Sühnedienstes war eine Verpflichtung. Wegen des Wachstums der Gemeinden während des 17en Jahrhunderts konnte man nur noch durch spezielle Medaillen nachprüfen, ob man das Recht auf das Sakrament verdiente. Diese Medaillen zeigten oft einen Schwan, ein Gemeindesiegel, eine Jahreszahl oder eine religiöse Darstellung. Die meisten dieser Medaillen waren aus Blei gegossen. Es gibt Nachweise, dass es auch Medaillen aus Kupfer oder sogar aus Silber gegeben hat.

Ende des 19en Jahrhunderts geriet diese Gewohnheit ausser Gebrauch. Die Abendmahlmedaillen wurden gebraucht in den Lutherischen Gemeinden von Amsterdam, Delft, Enkhuizen, ’s Gravenhage, Groningen, Haarlem, ’s Hertogenbosch, Leiden, Middelburg, Rotterdam, Schiedam, Utrecht, Vlissingen und Zutphen.